Kurzantwort
Die Margeritenroute (dänisch: Margueritruten) ist die bekannteste Ferienstraße Dänemarks. Sie führt auf über 4.200 Kilometern durch nahezu alle Landesteile und verbindet landschaftlich reizvolle Straßen mit historischen Orten, Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnissen. Erkennbar ist sie an den braunen Verkehrsschildern mit einer weißen Margerite.
Was ist die Margeritenroute?
Wer in Dänemark unterwegs ist, entdeckt früher oder später braune Straßenschilder mit einer weißen Margerite. Sie markieren die Margeritenroute – eine touristische Ferienstraße, die Reisende bewusst von Autobahnen und Schnellstraßen wegführt.
Die Route wurde Anfang der 1990er-Jahre anlässlich des 50. Geburtstags von Königin Margrethe II. eingerichtet. Ihren Namen verdankt sie der Margerite, der Lieblingsblume der ehemaligen Königin. Heute gehört sie zu den beliebtesten Reiserouten des Landes.
Margeritenroute Dänemark: Warum lohnt sie sich?
Die Margeritenroute ist keine klassische Rundreise mit festen Etappen. Stattdessen handelt es sich um ein zusammenhängendes Netz ausgeschilderter Straßen.
Unterwegs erwarten Urlauber:
Kleine Küstenorte statt Autobahnen
Die Route führt durch Fischerdörfer, historische Altstädte und ruhige Landschaften, die viele Urlauber sonst nie entdecken würden.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Mehr als 200 bedeutende Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Route oder in unmittelbarer Nähe. Dazu gehören unter anderem:
- Schlösser
- Herrenhäuser
- Kirchen
- Museen
- Nationalparks
- Steilküsten
- Dünenlandschaften
- historische Städte
Je nach Region lassen sich daraus Tagesausflüge oder mehrtägige Rundreisen zusammenstellen.
Ferienstraße Dänemark: Muss man die komplette Route fahren?
Nein.
Mit über 4.200 Kilometern wäre dafür selbst ein mehrwöchiger Urlaub knapp bemessen.
Die meisten Urlauber nutzen die Route daher abschnittsweise. Wer beispielsweise ein Ferienhaus an der Nordsee oder auf Fünen gemietet hat, kann einfach dort einsteigen, wo die braunen Margeritenschilder beginnen.
Die Route kann in beide Richtungen befahren werden und besitzt keinen festen Start- oder Endpunkt.
Ist die Margeritenroute für Wohnmobile und Gespanne geeignet?
Grundsätzlich ja, allerdings mit Einschränkungen.
Die Route wurde für Pkw und Motorräder konzipiert. Viele Abschnitte verlaufen über schmale Landstraßen, kleine Brücken oder enge Ortsdurchfahrten. Deshalb können einzelne Strecken für große Wohnmobile oder Gespanne mit Wohnwagen unpraktisch sein.
In diesen Fällen empfiehlt es sich, auf die normale Straßenführung oder das Navigationsgerät auszuweichen.
Navigation auf der Margeritenroute
Die Route ist sehr gut ausgeschildert.
Zusätzlich stehen digitale Karten und GPS-Daten zur Verfügung. Wer mit dem Smartphone oder Navigationsgerät unterwegs ist, kann einzelne Abschnitte herunterladen und gezielt planen. So lässt sich die Route problemlos mit dem eigenen Urlaubsort verbinden.
Welche Regionen umfasst die Route?
Die Margeritenroute führt unter anderem durch:
- Nordjütland
- Mitteljütland
- Südjütland
- Fünen
- Seeland
- Lolland
- Falster
- Møn
Nicht Bestandteil der Route sind Bornholm sowie die kleineren Inseln im Kattegat.
Häufige Missverständnisse
Die Route ist eine einzige Straße
Nein. Die Margeritenroute besteht aus zahlreichen miteinander verbundenen Straßen.
Man muss die gesamte Strecke fahren
Nein. Die meisten Urlauber wählen nur einzelne Abschnitte in der Nähe ihres Ferienortes.
Die Route ist die schnellste Verbindung
Ganz im Gegenteil. Sie wurde bewusst über landschaftlich schöne Nebenstraßen geführt und nicht über Autobahnen.
Die Schilder weisen Sehenswürdigkeiten aus
Die Margeritenschilder markieren ausschließlich den Streckenverlauf. Sehenswürdigkeiten liegen häufig entlang der Route, sind aber meist zusätzlich ausgeschildert.
Praktische Tipps für Urlauber
Wer die Margeritenroute genießen möchte, sollte genügend Zeit einplanen. Gerade spontane Stopps an Aussichtspunkten, kleinen Häfen oder Cafés machen den besonderen Reiz aus.
Ein früher Start am Morgen lohnt sich besonders in der Hauptsaison, wenn beliebte Ausflugsziele noch ruhig sind.
Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann viele Abschnitte ebenfalls nutzen. Lediglich die Querung der Großen-Belt-Brücke ist mit dem Fahrrad nicht möglich und erfordert eine alternative Verbindung.
Fazit
Die Margeritenroute gehört zu den schönsten Möglichkeiten, Dänemark kennenzulernen. Statt möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, steht das bewusste Erleben der Landschaft im Mittelpunkt. Besonders für Urlauber mit Ferienhaus, Wohnmobil oder Motorrad bietet sie eine hervorragende Möglichkeit, auch weniger bekannte Regionen des Landes zu entdecken. Schon einzelne Teilstücke vermitteln einen authentischen Eindruck von Dänemark abseits der Hauptverkehrsstraßen.
FAQ
Wie lang ist die Margeritenroute?
Die aktuelle Streckenlänge beträgt über 4.200 Kilometer.
Woran erkennt man die Route?
An braunen Straßenschildern mit einer weißen Margerite.
Kann ich überall einsteigen?
Ja. Die Route besitzt keinen festen Startpunkt und kann an jeder geeigneten Stelle begonnen werden.
Ist die Route kostenlos?
Ja. Die Nutzung der ausgeschilderten Straßen ist kostenlos. Lediglich übliche Gebühren wie beispielsweise für die Storebælt-Brücke fallen unabhängig von der Route an.
Lohnt sich die Route auch für einen Tagesausflug?
Ja. Gerade Ferienhausurlauber nutzen häufig einzelne Abschnitte für entspannte Tagesausflüge in die Umgebung.
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